Ablauf einer Ballonfahrt
Im Vorhinein
Die Fahrgäste melden sich am Tag vor der geplanten Ballonfahrt beim Piloten, ob die Fahrt stattfindet oder nicht. In den meisten Fällen ist zu diesem Zeitpunkt schon eine Entscheidung möglich, ob gefahren wird. Wenn gefahren werden kann, teilt der Pilot den Fahrgästen und dem Verfolger den Treffpunkt, sowie die Uhrzeit mit.
Am Boden

Eine Ballonfahrt beginnt mit dem Blick des Piloten aus dem Fenster - anschließend auf seinen Computer. Er schaut zunächst, ob primäre Störquellen, wie beispielsweiße Nebel, eine Fahrt undurchführbar machen. An seinem Computer ruft er dann die aktuellen Wetterdaten ab. Trifft er die guten Bedingungen aus der Vorhersage an, fährt er zum Treffpunkt. Sollte sich das Wetter unvorhersehbar verschlechtert haben, ruft der Pilot die Fahrgäste und den Verfolgen an und sagt die Fahrt ab.

Sobald die Passagiere am Treffpunkt angelangt sind, werden sie vom Piloten über das Wetter, die vorrausgesagte Fahrtrichtung und -geschwindigkeit informiert (siehe rechtes Bild).
Beim Aufrüsten am Startplatz werden alle Hände gebraucht. Deshalb ist es für viele Gäste, die zum ersten Mal bei einer Ballonfahrt dabei sind, eine spannende Sache, wenn sie von unserer Crew Handschuhe bekommen und Anweisungen erhalten, wie sie beim Aufbau mithelfen können.
Als erstes wird der Korb ausgeladen. Dann wird der Brenner auf Stelzen über dem Korb fest gemacht und an die Gasflaschen angeschlossen. Nachdem auch die Instrumente angebracht und überprüft wurden, wird der Korb umgekippt, um die Hülle anzuschließen, auszulegen. Mit dem Ventilator wird nun Luft in die Hülle geblasen. Wenn die Hülle annähernd vollständig gefüllt ist, wird der Brenner inbetriebgenommen und Luft erhitzt - der Ballon richtet sich auf.
Sind alle im Korb, erwärmt der Pilot die Luft in der Hülle weiter, bis ein Schwebezustand herrscht. Dieser gilt als hergestellt, wenn durch Ausdehnung der Luft, soviel Luft aus der Hülle verdrängt wurde, wie der gesamte Ballon mit Personen wiegt. Wird nun weitergeheizt, steigt der Ballon. Als Faustregel kann verwendet werden, dass mit 70°C Temperaturdifferenz zwischen Hülleninnerem und -äußerem ein Schwebezustand hergestellt ist.
In der Luft

Während unsere Gäste die Fernsicht genießen, beobachtet der Pilot wie sich mit zunehmender Höhe Windrichtung und Windgeschwindigkeit verändern. Anschließend erklärt er ausgiebig die zu sehende Landschaft.
Durch Ändern der Fahrthöhe hat er die Möglichkeit die Fahrtrichtung und die Fahrtgeschwindigkeit ein wenig zu beeinflussen. Letztendlich bestimmt aber immer noch der Wind, wohin die Reise geht.
Wenn der Pilot eine Höhe halten will, erreicht er dies durch periodisches Zünden des Brenners. Wenn er wieder sinken will, setzt er einfach eine Periode aus, so dass die Hülle ein wenig auskühlt. Wenn er allerdings sehr stark sinken will, zieht er an der roten Leine. Dies bewirkt, dass die Hülle oben leicht geöffnet wird und heiße Luft ausströmen kann. Mit dieser Aktion leitet er am Ende der Fahrt auch die Landung ein.
Wieder am Boden
Im Normalfall setzt der Ballon sanft wie ein langsamer Aufzug auf dem Boden auf. Die Gäste steigen aus und helfen, den Ballon umzuziehen, die Luft aus der Hülle zu pressen, sie in den Sack zu packen und alles wieder im Anhänger des Verfolgungsfahrzeuges zu verstauen.
Die Verfolger: So wird das Bodenpersonal im Ballonsport gennant. Sie stehen die ganze Zeit per Funkgerät mit den Ballonfahrern in Verbindung um bei der Landung so schnell als möglich am Ballon zu sein. Dabei machen sie ihrem Namen alle Ehre, denn die unseren schaffen es fast immer, schon während der Landung neben der Wiese, auf der gelandet werden soll, zu stehen!